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DLG-Medaillen in Gold und Silber für Metzgerei Binzer

Kirch-Göns 2010 (br) – Bei der internationalen DLG-Qualitätsprüfung für Schinken und Wurst bescheinigten die Experten in der Jury einmal mehr der Metzgerei Manfred Binzer (Kirch-Göns) eine hervorragende Produktqualität.

Das Unternehmen erzielte je eine Goldmedaille für seine Produkte „Kirch-Gönser Fleischwurst“, „Kirch-Gönser Pfeffersalami“ und „Kirch-Gönser Presskopf“, sowie Silbermedaillen für die „Hausmacher Leberwurst im Kranzdarm (geräuchert)“ und die „Putenwiener“. Damit konnte die Metzgerei Binzer die sehr guten Vorjahresergebnisse (2x Gold, 2x Silber, 1x Bronze) im Jahr 2010 sogar noch überbieten. Manfred Binzer: “Wir sind sehr stolz auf dieses hervorragende Ergebnis, da wir alle Produkte im heimischen Betrieb selbst herstellen und so für gleichbleibende Qualität garantieren können!“

Im Mittelpunkt der Tests stand die sensorische Analyse und mit ihr der Genusswert der Fleischerzeugnisse. Aber auch das äußere Erscheinungsbild, Farbe, Zusammensetzung und Konsistenz spielen bei der Bewertung durch unabhängige Juroren eine wichtige Rolle. Sie erhalten nur mit Nummern gekennzeichnete Proben und führen eine lange Testreihe durch. Nur ein Produkt, das am Ende 50 von 50 möglichen Punkten erreicht, wird mit der DLG-Goldmedaille ausgezeichnet. „Die prämierten Erzeugnisse stehen für einen hervorragenden Geschmack. Sie geben Verbrauchern die Gewissheit, sich qualitativ hochwertig und genussvoll zu ernähren“, unterstreicht DLG-Projektleierin Karin Hillgärtner die hohe Aussagekraft der Testergebnisse. An der europaweit führenden Qualitätsprüfung für Schinken und Wurst nahmen 6500 Produkte von 600 Herstellern teil. Mit einem Goldenen DLG-Preis wurden 3048 Erzeugnisse ausgezeichnet, 1849 erhielten eine DLG-Silbermedaille und 1047 Produkten wurde eine Bronzemedaille zuerkannt.

Bereits zum vierten Mal in Folge wurde ein „Zugpferd“ der Metzgerei Binzer, die Kirch Gönser Fleischwurst, mit Gold dekoriert. Sie wird jedes Jahr in die Prüfungsprozedur geschickt, da nach Auskunft des Metzgermeisters eine gute Fleischwurst ein Aushängeschild für jeden Metzgereibetrieb ist. Rezeptur und Herstellungsverfahren münden in dem Kirch-Gönser Betrieb in ein Produkt, das keinerlei Anlass zur Beanstandung lieferte.

Aus dem reichhaltigen Angebot von 14 Salamisorten aus eigener Herstellung hatte Manfred Binzer diesmal die „Kirch-Gönser Pfeffersalami“ ausgewählt. Sie ist lactosefrei und bei einem Rindfleischanteil von etwa 50% sehr mager. Ihr ausgeprägt feines Aroma wird durch ein spezielles Naturreifeverfahren erreicht. Schon nach der Herstellung verbringt die Pfeffersalami drei Tage im Klima-Reiferaum, bevor sie für einen Tag einem Kalträucherverfahren unterzogen wird. Danach geht es für 6-8 Wochen zum „Abhängen“ in eine Klimakammer, in der genau geregelte Temperatur- und Feuchtebedingungen herrschen. „Durch diese Reifungsphase entwickelt die Salami ihren guten Geschmack und die erforderliche Schnittfestigkeit“, erläutert Manfred Binzer, der anschließend auch verrät, wie der Pfeffer auf die Salami kommt: „Das Wurstbrät ohne jegliche Konservierungsstoffe wird in einen umgedrehten, pfefferbeschichteten Leinendarm gefüllt. Nach der Räucherung und Reifung wird der Darm wie ein Strumpf abgezogen, der Pfeffer bleibt an der Salami hängen und kann so mitverzehrt werden.“

„Hervorragend in allen Bereichen“ lautete auch die Bewertung für den „Kirch-Gönser Presskopf“, einen „richtigen hessischen Presskopf“ wie Binzer sagt. Im Gegensatz zur bayrischen Sülze oder dem Schwartenmagen wird hier mageres Schweinefleisch mit Fleischbrät als Bindemittel vermischt und mit Binzers geheimer Gewürzmischung aus Naturgewürzen geschmacklich verfeinert. Das Ergebnis der Jury: 50 Punkte und eine weitere Goldmedaille für den heimischen Betrieb.

Ganz knapp (49 Punkte) verpassten die „Putenwiener“ diese höchste Auszeichnung. Der Grund: am unteren Ende der kleinen Würstchen waren vom Räuchern kleine braune Flecken zurückgeblieben. Geschmacklich erhielten sie wie alle anderen von Binzer eingesandten Produkte die Höchstnote. Binzer zur Herstellung: “Diese Wiener sind sehr mager, ich verwende hier nur 100% frisches Putenfleisch. Als Bindemttel und Geschmacksträger kommt ein hochwertiges, cholesterinfreies Pflanzenfett mit einem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren zum Einsatz. Konserviert werden die Würstchen durch Heißräuchern und anschließendes Brühen.“

DLG-Silber erhält ein Erzeugnis, wenn es mindestens 46 von 50 Punkten bei der Prüfung erreicht. Für Binzers „Hausmacher Leberwurst im Kranzdarm (geräuchert) ergab sich eine Summe von 48 Punkten, ein weiteres sehr gutes Ergebnis. Sie zeichnet sich geschmacklich durch eine hohen Leberanteil aus, der mit vorgekochtem Fleisch, etwas Fett und Gewürzen zu einer Wurst vermengt wird, die nach Passieren des Kochkessels und einigen Stunden im Kaltrauch ihr unverwechselbares Aroma entfaltet.

Foto:
Stolz präsentiert Metzgermeister Manfred Binzer (Kirch-Göns) seine diesjährigen DLG-prämierten Produkte im Verkaufsraum des heimischen Familienbetriebes. Das Testzentrum der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) zeichnete Binzers Erzeugnisse bei der DLG-Qualitätsprüfung für Schinken und Wurst 2010 mit drei Gold- und zwei Silbermedaillen aus (vgl. Bericht).           
Text und Foto: br


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